Dayana
Ehlers-Danlos-Syndrom
Ehlers-Danlos-Syndrom
Manchmal beginnt eine Heldengeschichte nicht mit einem großen Knall, sondern ganz leise. So wie bei Dayana.
Schon seit ihrer Kindheit begleitet sie eine Vielzahl gesundheitlicher Herausforderungen: Neurodermitis, Asthma, verschiedene Allergien, ADHS und weitere Diagnosen prägten ihren Alltag. Und doch führte Dayana lange ein Leben, das für Außenstehende ganz normal wirkte. Sie war erfolgreich im Beruf als Personalberaterin, voller Energie und sportlicher Leidenschaft. Auf dem Fußballplatz bei den Kickers Offenbach und im Boxring zeigte sie Stärke, Disziplin und Durchhaltevermögen.
Die ersten orthopädischen Beschwerden schlichen sich ein – zunächst am Fuß. Dayana knickte immer häufiger um. Dann folgten die Knie: Kniescheiben, die immer wieder heraussprangen. Schließlich verlor auch ihr Becken an Stabilität.
Schritt für Schritt waren immer mehr Gelenke betroffen – Schultern, Arme, Hände. Ihr Körper wurde zunehmend unberechenbar.
Heute leidet Dayana an einer hypermobilen Form des Ehlers-Danlos-Syndroms mit vaskulärer Beteiligung. Eine Erkrankung, die man bei ihr sogar hören kann – ein ständiges Knacken begleitet ihre Bewegungen.
Erst im Mai 2025 kam die Wende. Bei Dr. Bettermann fand Dayana endlich Gehör.
Er brachte einen entscheidenden Impuls ein: Die Ursache könnte neurologisch sein. Dieser Hinweis führte sie weiter – bis schließlich ein Orthopädietechniker die Diagnose stellte: Ehlers-Danlos-Syndrom.
Dayana begann, sich aktiv mit ihrer Erkrankung auseinanderzusetzen und engagiert sich seither in der EDS-Initiative.
Dort hörte sie auch erstmals von den Versorgungsmöglichkeiten durch ProWalk. Parallel dazu war sie bereits selbst auf uns aufmerksam geworden – durch ihre Recherche im Internet und unsere Sprechstunde.
Gemeinsam entwickelten wir eine individuelle Versorgungslösung: insgesamt fünf Orthesen – eine für den Oberkörper, zwei Handschuhe sowie zwei Fuß-Unterschenkel-Orthesen. Eine Versorgung, die genau auf ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Und schon nach kurzer Zeit zeigte sich, wie viel Veränderung möglich ist.
Bereits nach zwei Wochen mit den Handschuhen erlebte Dayana spürbare Fortschritte im Alltag. Dinge, die zuvor selbstverständlich waren, aber lange nicht mehr möglich schienen, kehrten zurück:
„Ich kann mir endlich wieder selbst einen Zopf binden oder meine Schuhe selbst zubinden. Das ist einfach Lebensqualität, die ich zurückbekomme.“
Dayanas Geschichte zeigt, wie wichtig es ist, nicht aufzugeben – auch wenn der Weg zur Diagnose lang und steinig ist.
Und sie zeigt, wie gezielte orthopädietechnische Versorgung helfen kann, ein Stück Selbstständigkeit und Lebensqualität zurückzugewinnen.
Kopfstützsystem bei fehlender Kopfhaltekontrolle
Unterstützt das aufrechte Sitzen und Stehen.