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Melina

Eine runde Sache!

Lebensfroh, wissbegierig, verschmust und ein Sturkopf à la „Mama plus Papa hoch 2“ – so beschreiben Sandra und Marcel ihre Tochter Melina. Sie ist inzwischen ein Jahr alt und lebt wohlbehütet mit ihren Eltern und ihrem großen Bruder in einer kleinen Stadt im Rhein-Main-Gebiet. Die vergangenen Monate bedeuteten eine ganz schöne Umstellung für die Familie, denn Melina bekam eine sogenannte STAR-band™ Kopforthese. Diese sollte ihrem Köpfchen mit jedem Wachstumssprung zu einer symmetrischeren Form verhelfen.

Der Weg zur Helmtherapie

Als Melina auf die Welt kam, hatte sie zunächst einen Schiefhals (Torticollis). Ihr Kopf zeigte daher immer in eine Richtung und sie konnte kaum auf der Seite liegen. Das hatte zur Folge, dass Melina meist auf dem Rücken lag. Durch das Liegen in nur einer Position flachte sich der Schädel an der Seite und am Hinterkopf ab (Plagiocephalus/Brachycephalus). Der Kinderarzt verordnete zunächst Physiotherapie und auch ein Besuch beim Osteopathen half zunächst. Doch Melinas Hinterkopf flachte im Laufe der Monate weiter ab, sodass ihre Eltern zusätzliche Hilfe suchten.

Im Rahmen einer Asymmetrie-Sprechstunde in einem SPZ (Sozialpädiatrischen Zentrum) erfuhren sie zum ersten Mal von der Möglichkeit einer Helmtherapie mit der Kopforthese STAR-band™ und deren Wirkungsweise. Zunächst wurde der Kopf gescannt. Anhand der objektiven Messwerte wurde eine Empfehlung für eine Helmtherapie ausgesprochen. Zur Freude der Eltern stimmte schließlich auch die Krankenkasse zu, die Kosten für die Behandlung zu übernehmen. Es konnte losgehen!

Melina vor ihrer Helmtherapie (links), mit ihrer Kopforthese (Mitte) und nach Behandlungsabschluss (rechts).

Wird Melina den Helm akzeptieren?

Doch den Eltern schossen natürlich Fragen durch den Kopf: Ist das nicht unbequem oder sogar schmerzhaft für das Kind? Müssen wir uns auf monatelange unruhige Nächte einstellen? Denn eine Helmtherapie bedeutet, dass die Kopforthese möglichst 23 Stunden am Tag getragen wird. Schnell zeigte sich, dass die Sorgen unbegründet waren, denn Melina gewöhnte sich rasch an ihren neuen Alltagsbegleiter. „Nach ein paar Tagen Eingewöhnung gehörte der Helm einfach zu Melina“, so ihre Eltern.

Rückblickend betrachtet hat sich unsere Tochter wohl schneller an den Helm gewöhnt als wir!“ (Melinas Eltern)

Sandra und Marcel brauchten etwas mehr Zeit, sich an die Therapie zu gewöhnen, aber die Umstellung in der An- und Ausziehroutine oder bei der Reinigung der Kopforthese spielten sich schon bald ein und wurden zur neuen Routine.

Die ersten Veränderungen an Melinas Kopf wurden erstaunlich schnell sichtbar. Die Kopforthese begrenzte das Wachstum zu den Seiten und lenkte es stattdessen in eine gleichmäßigere Form. Der zuvor recht abgeflachte Hinterkopf wurde nach und nach runder. Melinas Eltern sind heute sehr froh, sich für eine Helmtherapie entschieden zu haben. Alles in allem eine richtig runde Sache!

Die rote Linie zeigt Melinas Kopfform beim ersten Scan, die blaue Linie die Entwicklung nach Abschluss der Helmtherapie.

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