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Schlaganfall

Krankheitsbild

Was versteht man unter einem Schlaganfall?

Bei einem Schlaganfall (auch Hirnschlag oder Apoplexie) kommt es infolge einer Durchblutungsstörung oder einer Blutung in das Gehirngewebe zu einem plötzlich einsetzenden Ausfall bestimmter Funktionen des Gehirns. Wenn die Ausfallerscheinungen länger als einen Tag auftreten, liegt beim Betroffenen ein vollendeter Schlaganfall vor.

Quelle: Wikimedia Commons (Lizenz) | peterschreiber.media – stock.adobe.com

Welche Symptome sind typisch?

Zu den häufigen Symptomen zählen eine akute Schwäche oder Lähmungserscheinungen auf einer Körperseite. Auch Sprachschwierigkeiten, Sehstörungen und Schwindel bis hin zu Bewusstlosigkeit können bei den Betroffenen auftreten. Im Einzelfall können die Anzeichen aber deutlich variieren. Sie hängen unter anderem davon ab, welche Hirnregion und auch wie schwer diese vom „Hirnschlag“ betroffen ist. Die Ursachen können verschieden sein und werden über den sog. ICD-10 Code entsprechend beschrieben und klassifiziert.

Die Auflistung erfolgt nach der Internationalen statistischen Klassifikation von Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme nach (ICD-10-WHO) die zur Anwendung gebracht werden können. Der ICD-10-Code ist eine amtliche Diagnosenklassifikation.

  • ICD-10-I61 Intrazerebrale Blutung
  • ICD-10-I63. Hirninfarkt
  • ICD-10-G45 Zerebrale transitorische Ischämie und verwandte Syndrome

Welche Folgen können auftreten?

Da Teile des Gehirngewebes plötzlich nur noch wenig oder gar nicht mehr durchblutet werden, erhält diese Hirnregion so weniger oder gar keinen Sauerstoff mehr. Infolgedessen sterben die Zellen ab. Dies erklärt, warum rund 70 Prozent der Betroffenen an Langzeitfolgen leidet (z.B. Gangunsicherheit Fußheberschwäche, Störung der Handfunktion, Subluxation der Schulter, etc.). Die Folgen hängen unter anderem von dem Ort und der Größe des geschädigten Hirnareals ab. Auch wenn sich die Akutversorgung der Patienten sehr stark verbessert hat, gehört die Erkrankung immer noch zu den häufigsten Todesursachen in Deutschland.

Weitere mögliche Beschwerden sind:

  • Lähmung, Taubheitsgefühl (z.B. Greifen und Loslassen)
  • Schluckstörungen (Dysphagie)
  • Sprach- und Verständnisstörungen (Aphasie)
  • Sehstörungen (Hemianopsie)
  • Neuropsychologische Störungen
  • Schwindel und Gangunsicherheit (z.B. Fußheberschwäche)
  • Halbseitenvernachlässigung / Neglect
  • Gestörte Handlungsplanung
  • Kopfschmerzen
  • Depression und psychische Folgen
  • Kontrakturen (z.B. Handfehlstellung)
  • Gelenkfehlstellungen
  • Spastik (z.B. Hand und Fuß)

Für welche Symptome und Folgeerscheinungen bieten wir Hilfsmittel an?

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